Eine Chance für alle - anonyme Bewerbung (Hausaufgabe)

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Eine Chance für alle - anonyme Bewerbung (Hausaufgabe)

Beitragvon Nils » 7. Mär 2013, 21:12

Wie viel Anonymität ist richtig?

Ich halte die Idee der anonymen Bewerbung nur für bedingt sinnvoll. Wenn man nicht - auf Grund von auf Natoionalität beruhenden Voruteilen - in der Vorauswahl rausfliegt, hat man wenigstens die Chance, ein Bewerbungsgespräch zu ergattern. Und dann...war's das auch schon wieder. Denn spätestens da sieht der Arbeitgeber, wen er vor sich hat: Einen Ausländer, eine Frau, einen religiös anders Denkenden oder - ganz schreclich - eine religiös anders denkende Ausländerin. Vorurteile schaltet man im BewerbungsGESPRÄCH trotzdem nicht ab.

Eventuelle Familienwünsche oder religiöse Ausrichtung müssen in einem Bewerbungsschreiben nicht enthalten sein. Wer's trotzdem macht - selbst dran Schuld.

In den USA, Großbritannien und Kanada ist der Verzicht auf persönliche Angaben in vielen Unternehmen schon lange üblich. Auch einige europäische Länder wie Frankreich, Belgien oder der Schweiz haben bereits positive Erfahrungen gemacht.

Dass viele ausländische Innovationen - vor allem von jenseits des großen Teiches - nicht zwangsläufig auch bei uns funktionieren, dafür gibt's genug Beispiele - z. B. das Bachelor-/Master-System. Gleiches gilt für europäische Länder. Hier könnte man die holländische Führerscheinprüfung anführen, bei der man einen sieben Meter langen Wohnwagen rückwärts und gegen Fahrtrichtung von der Autobahn manövrieren muss. So was würde für dt. Autofahrer nicht allzu viel Sinn machen. Was ich damit sagen will, ist, dass wir nicht sofort alles für alle übernehmen müssen, nur weil es sich da und dort bewährt hat.

Und was Emanzipation angeht, sind wir ja auch nicht ganz zurückgeblieben:
Wir haben eine Bundeskanzlerin und UNZÄHLIGE Ministerinnen auf Bundes- und Landesebene. Frauen arbeiten als Jockeys, stehen Firmen vor und forschen in der Atomphysik. Und irgendwann können sie bestimmt auch rückwärts einparken.



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Re: Eine Chance für alle - anonyme Bewerbung (Hausaufgabe)

Beitragvon Antonia » 10. Mär 2013, 22:24

Ich stimme Nils darin zu, dass das Bewerbungsgespräch der eig. relevante Faktor ist. Andererseits ist dies eine Chance Qualitäten unter beweis zu stellen, die die Vorurteile überwinden könnten. Darüber hinaus müssen die Bewerbungsgespräche und Bewerbungsmappen nicht unbedingt von der selben Person ausgewertet werden.
darüber hinaus ist es wichtig von Erfahrungen zu profitieren, auch wenn sie in anderen Ländern genmacht wurden. Und im Bereich Emanzipation -nicht nur der Frau- kann immernoch genug getan werden.
Ich halte die Einführung für sehr sinnvoll, zumal mir keine nennenswerten Gegenargumente ins Auge fallen. Aber vorher sollten Tests mit diesem Verfahren durchgeführt werden.
Antonia
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